Das schmutzigste Auto meiner Laufbahn
Als Prüfingenieur sieht man im Laufe der Zeit wirklich viele Fahrzeuge. Manche sind frisch gewaschen, andere tragen noch den Staub der letzten Wochen mit sich herum. Das ist völlig normal. Schließlich ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand und nicht jeder fährt vor der Hauptuntersuchung noch schnell durch die Waschstraße.
Doch vor einiger Zeit stand bei mir ein Fahrzeug auf der Prüfbahn, das alles bisher Gesehene deutlich übertroffen hat. Es war mit Abstand das schmutzigste Auto, das ich in meiner gesamten Laufbahn geprüft habe.
Schon beim ersten Blick fiel auf, dass sich im Innenraum und im Fahrzeug selbst eine enorme Menge an Schmutz angesammelt hatte. Staub, Ablagerungen und allerlei Gegenstände machten es schwer, sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen. Selbst Bereiche, die für eine Prüfung frei zugänglich sein sollten, waren teilweise kaum zu erreichen.
Natürlich geht es bei der Hauptuntersuchung nicht darum, wie sauber ein Auto ist. Entscheidend ist immer der technische Zustand und die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs. Trotzdem kann extreme Verschmutzung tatsächlich zum Problem werden. Wenn wichtige Bauteile oder Bereiche verdeckt sind, erschwert das die Prüfung erheblich. Manche sicherheitsrelevanten Punkte lassen sich dann nur eingeschränkt oder gar nicht beurteilen.
Auch im Innenraum kann zu viel Unordnung problematisch sein. Wenn zum Beispiel Pedale nicht frei beweglich sind oder Gegenstände unter die Sitze rutschen und dort Mechaniken blockieren könnten, kann das Auswirkungen auf die Sicherheit haben.
Ein weiterer Punkt ist die Sicht. Stark verschmutzte Scheiben oder Spiegel können die Sicht im Straßenverkehr deutlich einschränken. Gerade in der dunklen Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter wird das schnell zu einem Sicherheitsrisiko.
Die Erfahrung mit diesem besonders schmutzigen Fahrzeug zeigt daher vor allem eines: Es muss nicht perfekt sauber sein, bevor es zur Hauptuntersuchung kommt. Aber ein gewisses Maß an Ordnung und Sauberkeit hilft dabei, dass die Prüfung reibungslos durchgeführt werden kann und mögliche Mängel nicht von Schmutz oder Gegenständen verdeckt werden.
Gutgemeinter Tipp
Ein kurzer Blick ins Fahrzeug, ein wenig Ordnung im Innenraum und eine saubere Frontscheibe reichen oft schon aus. Damit erleichtert man nicht nur die Arbeit des Prüfingenieurs, sondern sorgt auch selbst für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.


